Hongkong, 19.03.2015: Ausflug ans Wasser

Wir starteten um 10 Uhr vom Hotel aus zum schönen Hafenviertel „Aberdeen“. Dabei spielte uns auch das Wetter in die Karten und zeigte sich von seiner angenehmen Seite. Die Busfahrt dorthin ermöglichte uns noch einmal einen schönen Ausblick auf Hongkong mit seiner Skyline und den tiefen Häuserschluchten. Angekommen in Aberdeen, schlug das Wetter jedoch von schön in schwül-warm um und so schlenderten wir erst am Wasser entlang bis hin zu einem Fischmarkt. Dort befand sich auch eine Aussichtsplattform die einen einmaligen Ausblick auf den Hafen von Aberdeen bot.

Typisch für diesen Hafenabschnitt sind die vielen teilweise sehr heruntergekommenen Hausboote. Sogar heute leben noch ca. 3000 Familien mit ihren zahlreichen Haustieren (vom Hund bis zur Henne) auf solchen Booten.

Während unseres Spaziergangs wurden wir sehr penetrant von älteren Damen angesprochen, die versuchten uns zu einer Bootsfahrt in sogenannten „Dschunken“ zu überreden. Wir wählten jedoch die clevere Variante und stiegen auf eine kostenlose Fähre, die uns quer durch den Hafen zu unserem nächsten Ziel, dem Restaurant „Jumbo Floating“, brachte. Das Restaurant ist ein riesiges Floß in der Mitte des Hafens und zählt damit zu den exklusivsten Restaurants Hongkongs. Auch Queen Elisabeth stattete ihm schon einen Besuch ab. Nachdem wir das Floß rundum besichtigt hatten bestätigte sich unser Eindruck, der sich die Reise über gefestigt hatte. „Wie so oft: Vorne lockt’s, hinten schockt’s!“ Der Eingangsbereich schillerte in bunten Farben in typischen, chinesischen Baustil und war reich verziert. Hinten bröckelte die Fassade und die Mitarbeiterwohnungen sahen sehr heruntergekommen aus. Dort waren auch Fische, Krabben und Muscheln in kleinen Becken zur Auswahl für die Gäste ausgestellt. Der teuerste Fisch lag bei knapp 4000 Hongkong-Dollar. Wir hätten uns gerade mal eine Muschel für 60 Hongkong-Dollar leisten können. Also zogen wir mit Magenknurren weiter und nahmen eine Fähre zum Festland. Dort schlugen wir zwei Fliegen mit einer Klappe und stärkten uns mit kühlendem Eis.

Nach der kurzen Pause machten wir uns auf zu den Küstenviertel „Stanley“, welches etwas außerhalb Hongkongs lag.

Nach einer halbstündigen Busfahrt durch die bergige Küstenregion erreichten wir den Strand und hatten zum ersten Mal ein bisschen das Gefühl von Urlaub. Die Strandpromenade bot viele Möglichkeiten unsere erneut knurrenden Mägen zu füllen, und durch improvisierte Souvenirshops zu bummeln. Die felsige Küste lud einige zum Klettern und sich Austoben ein.

Nachdem es alle heil vom Fels herunter geschafft hatten ging es auch schon wieder zurück in die Stadt. Im Zentrum angekommen trennten sich die Wege der Gruppe. Einige gingen weiter die Innenstadt erkunden, andere fuhren zurück zum Hotel um bereits die Koffer „Probe“ zu packen , schließlich müssen alle Souvenirs, Klamotten, Tees und Stäbchen, die während der Reise gekauft wurden, zurück nach Deutschland transportiert werden.

Für den Abend hatten wir ein letztes gemeinsames Abendessen geplant und wollten einen Hongkonger Geheimtipp ausprobieren. Aber wie schon so oft kam alles anders…

Das nepalesische Restaurant bei dem wir bereits nachmittags einen Tisch reservieren wollten, hatte überraschenderweise wegen Renovierung geschlossen. Da zur Abwechslung einmal wieder absolutes Vakuum in den Mägen herrschte, waren unsere mittlerweile perfektionierten Improvisationskünste gefragt. Also fanden wir nach einem kurzen Gewaltmarsch unter widrigsten Umständen (leerer Magen und volle Blase) ein einladendes vietnamesisches Restaurant. Nachdem wir auch unsere Bedingung davon überzeugen konnten uns engegen ihrer ausdrücklichen Empfehlung Frühlingsrollen ohne „Combo-Menü“ zu servieren, war der Abend gerettet.

Zu spätere Stunde liefen wir in das 10 Minuten entfernte Vergnügungsviertel „LKF“, wo wir den Abend aufgrund der immer noch anhaltenden sehr warmen Temperaturen gemütlich auf der sehr belebten Straße verbrachten.

Hongkong
Hongkong
Schwimmendes Restaurant
Schwimmendes Restaurant

Kunstgallerie
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