Mittwoch, 15.03.: Die Erklimmung des Tai’an Berges

Mittwoch, 15.03.: Die Erklimmung des Tai’an Berges

Am letzten Tag in Jinan stand ein Ausflug zum Tai’an-Berg auf dem Programm. Zunächst mussten wir vier Taxis auf der Straße finden. Schließlich schafften es alle 16 Langnasen rechtzeitig zum Westbahnhof. Dort warteten bereits sieben chinesische Studentinnen und begrüßten uns freudig. Die Fahrt mit dem Schnellzug dauerte nur 17 Minuten, anschließend ging die Reise mit einem kleinen Elektrobus weiter. Generell ist die Elektromobilität in China deutlich verbreiteter als in Europa: Überall flitzen Elektroroller lautlos durch die Straßen. Elektroautos sieht man zwar noch selten, die Regierung subventioniert jedoch derzeit deren Entwicklung und Etablierung massiv.
Am Fuße des Tai’an-Berges angekommen, stapften wir unwissend der noch kommenden Strapazen gut gelaunt die ersten Treppenstufen hoch. Der Weg führte vorbei an schönen Nadelwäldern und riesigen Felsen, die mit chinesischen Sprichwörtern bemalt sind. Nach etwa eineinhalb Stunden erreichten wir die Zwischenstation und machten Mittagspause. Vom Rastplatz aus konnte man weit oben in den Bergen unser Ziel, ein rotes Tor, und die steilen Treppen dorthin sehen. Manche wollten die Strapazen des weiteren Aufstiegs nicht mehr auf sich nehmen und fuhren mit der Seilbahn nach oben. Die Übrigen erklommen Stufe für Stufe mit vielen Verschnaufpausen den Berg. Der heilige Tai’an-Berg ist bis heute ein Pilgerort für gläubige Buddhisten. Beim Aufstieg begegneten wir deshalb auch vielen älteren Menschen. Nach insgesamt 6.000 Stufen, 1.300 Höhenmetern und etwa dreieinhalb Stunden standen wir vor dem roten Eingangstor. Dahinter eröffnete sich uns eine unerwartet große Anlage, bestehend aus unzähligen Tempeln und einem kleinen Dorf.
Für den Abstieg entschieden wir uns für die Seilbahn, die uns für 100 ¥ und innerhalb 8 Minuten bis an die Zwischenstation brachte. Der herrliche Ausblick aus der Gondel machte alle Strapazen des Aufstiegs wieder wett! Von der Zwischenstation ging es dann zurück zum Bahnhof und von dort aus mit dem Schnellzug wieder nach Jinan.
Dort angekommen gingen wir mit unseren chinesischen Freunden in ein Restaurant im Einkaufszentrum und schlugen uns die Mägen mit leckeren Maultaschen voll. Als letzter Programmpunkt stand nun mal wieder das, mittlerweile sehr routinierte, Kofferpacken an, denn: Es geht nach Peking!


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