(Deutsch) Dienstag, 21.03.: Aufbruch nach Seoul

(Deutsch) Dienstag, 21.03.: Aufbruch nach Seoul

Als wir Montagnachmittag von unserem Reiseleiter erfuhren, dass wir uns zur Abfahrt nach Seoul schon um 4:45 in der Hotellobby treffen werden, wussten wir, dass ein gemütliches Ausschlafen wohl heute nicht auf dem Programm steht. Müde, aber voller Vorfreude auf die nächsten Tage in der koreanischen Hauptstadt, ließen wir uns also in aller Früh vom Shuttlebus zum Flughafen bringen.
Zur Fußball-WM 2002 wurde im Gelben Meer nahe der Westküste von Südkorea eine ca. 200 Quadrat-Kilometer große Insel aufgeschüttet, auf der der internationale „Airport Incheon“ errichtet wurde. Der sehr moderne Flughafen auf der Yeongjongdo-Insel, an dem wir gegen Mittag eintrafen, überraschte mit seinen hohen Sicherheitsstandards und einem hilfsbereiten Service-Personal, das uns problemlos weiterhalf, als einer unserer Koffer beim Transport beschädigt wurde.
Am Aventree Hotel angekommen fiel allen der im Vergleich zu China hohe Technologiestandard der Zimmer auf, zu dem auch eine vollautomatische Hightech-Toilette gehört. Während ein Teil den Schlafmangel beseitigen versuchte, machte sich der Rest auf die Suche nach den ersten Geldautomaten. Einige 100.000 Won reicher ging es zu einem kleinen Restaurant in der Nähe des Hotels für unsere erste koreanische Mahlzeit. Anhand von Bildern und Erfahrungswerten eines Teils des Städteteams suchten wir uns u.a. Gimbap, eine Art koreanisches Sushi aus. Ungewohnt waren die kostenlosen Side Dishes, die es zu jeder Mahlzeit kostenlos dazu gibt. Kimshi (Kohl mit scharfer Soße), Mu (in Fanta eingelegter Rettich) und z.B. Tofu werden zu den Hauptspeisen gebracht und bei Bedarf auch jederzeit nachgefüllt. Frisch gestärkt ging es nachmittags in das „Bukchon Hanok Village“. Dies ist eines der wenigen, traditionell koreanischen Viertel in Seoul mit den typischen Hanok Häusern. Während der Joseon-Dynastie (1392-1910) lebte hier die herrschende Klasse und auch heute noch residieren hier einige aristokratische Nachfahren. Eine Besonderheit dieser Häuser ist die spezielle Bauform, die eine gute Luftzirkulation und einen effizienten Wärmeaustausch ermöglicht.
Auf dem Weg zu unserem nächsten Stop konnten wir an einem Straßenstand leckere Pa Jun (koreanische Pancakes) probieren. Mit neuer Energie war der Weg zum „Seoul-Tower“ sehr schnell zurückgelegt. Der öffentlich zugängliche Fernsehturm mit einer Gesamthöhe von 236m befindet sich auf dem Namsan Berg, von dem man die gesamte Stadt überblicken kann. Neben den Luxus-Restaurants im Turm gab es zahlreiche Souvenir-Shops und sogar eine Spielewelt, in der man von Kuscheltierautomaten über Airhockey bis hin zu Karaoke-Kabinen alle möglichen Spiele durchprobieren konnte. Highlight war für uns der LG Virtual Reality Bereich mit einem 4D-Achterbahn Simulator. Von „atemberaubend“ bis „mir wird ein bisschen schlecht“ waren alle Meinungen vertreten.
Um die fehlenden Stunden Schlaf aufzuholen, fuhren wir für unsere Verhältnisse recht früh wieder ins Hotel zurück.


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