8851,8 km Steine, Stufen, Stolpern

Am frühen Morgen unterbrechen wir unseren Schlaf für ein kurzes Frühstück. Gestärkt begeben wir uns in den Reisebus, der uns zur Großen Mauer, die eigentlich Lange Mauer heißt, in Jinshaling bringt. Während der zweieinhalbstündigen Fahrt führen wir unseren Schlaf fort, nachdem wir uns von interessanten Fakten über China, Beijing und die Mauer berieseln ließen.

Bei der Ankunft sind wir sehr erstaunt über die riesigen menschenleeren Tourismusanlagen und werden von kleinen Shuttlebussen weiter zum Eingang chauffiert. Die letzten Meter zur Mauer legen wir zu Fuß zurück und erklimmen die ersten Stufen, bevor das erste Gruppenbild fällig ist. Zunächst wandern wir in Richtung des unrestaurierten Teils der Mauer und die meisten von uns trauen sich über unwegsamere Mauerstrecken zum nächsten Wachturm. Gemeinsam erkunden wir auch die andere, restaurierte Richtung, wobei viel Bild- und Videomaterial nicht an Kreativität zu übertreffen sind. Steinförmige Lautsprecher beschallen uns während des gesamten Mauerbesuchs mit wohlklingenden Melodien. Bei Shalingkou steigen wir von der Mauer ab und gehen auf verlassenen Wegen zurück zum Besucherzentrum. Von dort werden wir wieder mit den Shuttlebussen zurück transportiert und dürfen uns weitere drei Stunden im Bus zurück zum Hotel entspannen. Als wir plötzlich Gewehrläufe auf uns gerichtet sehen, schrecken wir kurz aus unserer Ruhephase auf, werden aber bald von unserer Reiseleitung aufgeklärt, dass dies nur eine Übung des militärischen Nachwuchs am Straßenrand ist.

Dabei können wir die untergehende “Sonne” durch die “Wolken” erahnen. Nach einer kurzen Erfrischungspause im Hotel brechen wir wieder auf, um den Abend in einem traditionell chinesischen Restaurant bei gepunktetem Mandarinfisch und weiteren Leckereien zu genießen.

Niklas, Lena und Dorina

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