Über holprige Straßen und durch dichten Verkehr zu unseren Chinesischen Freunden

An unserem ersten kompletten Tag in Jinan hatten wir das Vergnügen uns von begeisterten Germanistik-Studenten der Shangdong Universität über ihre Campusse führen zu lassen. Die laut eigener Aussage kleinen Areale beherbergen dennoch einige hunderttausend Studenten. Dabei fielen neben den vielen Unterschieden insbesondere was die Dimensionen und das tägliche Leben angeht, auch die Gemeinsamkeiten hinsichtlich Ausstattung und Lehrräume auf. Besonders beeindruckend waren zudem die Konzerthalle und das gewaltige Sportgelände inklusive eigener Fechthalle.

Zu den verschiedensten Themen gab es einen regen Austausch zwischen den Studenten. Diesen konnten wir bei einem gemeinsamen Mittagessen in der Mensa auf dem zentralen Campus vertiefen. Zum Leidwesen mancher schicker Hemden gab es unterschiedliche Nudelsuppen sowie Fleisch und Reisgerichte, die allesamt genauso überzeugten, wie die von den Studenten empfohlenen Milchtees und das in ölgebackene Gebäck.

Da trotz sieben Millionen Einwohner und Verkehrsinfarkt der Naturschutz in diesem Fall wichtiger war als ein funktionierendes U-Bahn-System, ist das Taxi das erste Mittel der Wahl und brachte uns schneller als erwartet vor die Tore von Diehl Metering. Mit unserer überpünktlichen Ankunft stellten wir Diehl Metering vor die erste Herausforderung. Die dadurch zusätzlich zur Verfügung stehende Zeit, nutzten sie sinnvoll mit detaillierten Ausführungen zu ihrer Firma und dem Werk vor Ort. Die zweite Herausforderung bestand darin unser zusätzlich angefuttertes Gewicht mit dem für 2 Tonnen ausgelegten Aufzug in das Obergeschoss zu hieven. Dass der Aufzug trotz eingehaltenem Maximalgewicht streikte, wurde von dem chinesischen Vertreter der Firma auf die angeblich übermäßig Verwendung von Make-up geschoben. Anschließend erhielten wir zunächst eine theoretische Einführung in die Durchfluss- und Wärme-Messer bevor wir sie in der Fertigung der der Qualitätskontrolle betrachten konnten. Mit Hilfe deutscher Prüftechnik wurden die Messgeräte auf Herz und Nieren getestet. Nach einer umfangreichen aber kurzweiligen Tour durch das Werk, ging es für uns entweder im “fahrenden Ritter”, haarscharf ohne Kollateralschaden oder als Carpool-Karaoke zurück zum Hotel.

Letzter Programmpunkt des Tages war ein Ausflug zum stattfindenden Laternenfest am “Daming Lake” zusammen mit unseren Chinesischen Studentenfreunden. Getreu nach dem Motto “der Weg ist das Ziel” futterten wir uns durch sämtliche Straßenverkäufe von stinkendem Tofu bis hin zu künstlerisch geformten Zuckerhunden noch bevor wir am wunderschön beleuchteten See ankamen. Nach dem Heimweg durch die weiterhin prall gefüllten Straßen fielen wir glücklich ins Bett.

Juia & Simon

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