Alle Wege führen zur Pekingente

Nach einer durchschnittlich kurzen Nacht hüpfen wir erfreut aus unseren Schlafgemächern und müssen feststellen, dass sich Peking über Nacht auf einen kleinen Bruchteil reduziert hat – Der Smog schränkte unsere Sicht auf wenige hundert Meter ein. Somit packen wir zum ersten Mal unsere Feinstaubmasken aus und starten unsere Erkundungstour in Richtung Tiananmen Platz.

Leider sind wir nicht die Einzigen mit diesem Ziel, sodass wir in langen Schlangen bei den Sicherheitskontrollen warten müssen.
Um unsere Kerntemperatur danach wieder in einen unkritischen Bereich zu bringen, absolvieren wir ein kreatives Aufwärmprogramm bestehend aus Synchronkniebeugen, Yoga und Krebstier-Immitationen zur Bespaßung des aufmerksamen Sicherheitspersonals. Auf dem Platz angekommen lauschen wir gespannt den Erklärungen und Hintergrundinfos unseres Städteteams. Dabei sind wir besonders von den Wachen beeindruckt, die trotz eisiger Kälte stundenlang regungslos stramm stehend eine Fahne bewachen.

Unter den wachenden Augen von Mao schreiten wir in die Verbotene Stadt. Diese besteht aus 9999,5 Räumen (nach Expertenschätzungen allerdings nur etwa. 8700). In der Stadt gibt es mehrere Tempel für verschiedenste Anlässe und Funktionen sowie eine Vielzahl von Wohnräumen für die über 3000 Bediensteten des Kaisers.

Um zum Abschluss noch einen Überblick über die Verbotene Stadt zu erhalten, besteigen wir die Pagode im Jingshan Park, von der wir bei klarer Luft die gesamte, heute smogbedingt allerdings nur einen Teil der Verbotenen Stadt überblicken können.

Anschließend begeben wir uns hungergetrieben auf die Suche nach einem Restaurant.
Die Suche gestaltet sich allerdings als schwierig, da die von uns ausgesuchten Ziele entweder nicht existieren oder sehr versteckt und letztendlich geschlossen sind.

Unseren nun fast unzubändigenden Hunger überbrücken wir mit ein paar Snacks (Dumplings, gegrillte Spieße, Tintenfisch, frittierte Süßigkeiten,…). Nahtlos begeben wir uns auf den Weg in das wohl bekannteste Pekingentenrestaurant Quanjude, in dem wir zusammen vier Enten vertilgen.
Danach trennen wir uns in zwei Gruppen auf: Die Motivierten erkunden den Olympia Park mit dem sogenannten Vogelnest und dem Wasserwürfel, in denen die Olympischen Wettkämpfe 2008 stattfanden.
Die Durchgefrorenen begeben sich direkt zurück ins Hotel.

Niklas, Lena, Dorina

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