Jinan

Jinan liegt südlich des Gelben Flusses (Huáng Hé) in der Nähe der Ostküste Chinas und ist aus einer der ältesten Siedlungen Chinas hervorgegangen. Wortwörtlich übersetzt bedeutet „Nán“ Süden und im Zusammenhang mit der ersten Silbe ergibt sich der Stadtname „Der Ort im Süden des Flusses Jǐ“.

Nach einer Flut im 19. Jahrhundert veränderte der Gelbe Fluss seinen Lauf, weshalb der Fluss Jǐ heute ein Teil des Gelben Flusses ist.
Bevölkert wird die boomende Metropolregion von mittlerweile 7 Millionen Einwohnern und entwickelte sich über die Jahre zu einem der wichtigsten Technologiezentren beispielsweise für die Nutzfahrzeugindustrie in China.

Jinan wird aufgrund seiner mehr als siebzig Quellen auch noch die „Quellenstadt“ genannt. Die unzähligen Quellen entspringen mitten in der Stadt und werden in Quellbecken aufgestaut. Umgeben von Parkanlagen stellen sie als idyllische, grüne Rückzugsorte einen abwechslungsreichen Kontrast zur umliegenden geschäftigen Stadt dar.

Aufgrund der vielen Quellen in der Stadt, wurde der Bau einer U-Bahn erst in den letzten Jahren vorangetrieben. Nun soll im Jahr 2018 die erste U-Bahn Linie eröffnet werden.
Jinan ist als Hauptstadt der Provinz Shandong auch als ein Zentrum der drei großen Lehren Chinas (Buddhismus, Daoismus und Konfuzianismus) bekannt. Der Geburtsort von Konfuzius, Qūfù, befindet sich ca. 120 km Luftlinie südlich von Jinan und gilt als beliebte Pilgerstädte.

Des Weiteren befindet sich der Tài Shān, einer der fünf heiligen Berge des Daoismus, in etwa 50 km Luftlinie südlich von Jinan. Gemäß einem traditionellen Brauch gilt es als besonders erstrebenswert einmal im Leben den Tài Shān über die 9 km lange Treppe mit insgesamt 6293 Stufen und einem Höhenunterschied von 1350 Metern zu erklimmen.